Archäologische Staatssammlung München

Archäologische Staatssammlung München
Archäologische Staatssammlung München

Project info

Nach achtjähriger Generalsanierung wurde die Archäologische Staatssammlung München im April 2024 wiedereröffnet. Das zentrale Landesmuseum für Archäologie in Bayern am Englischen Garten zeigt in seiner neuen, von ATELIER BRÜCKNER gestalteten Dauerausstellung auf rund 1.200 m² mehr als 15.000 Objekte – von der Altsteinzeit bis in die jüngere Vergangenheit. Statt einer klassischen Chronologie erschließen thematische Räume wie »Der Mensch«, »Zeit und Kosmos«, »Forschung«, »Tod« oder »Leben« die Menschheitsgeschichte über große Fragen. Digitale Exponate verweben sich dabei eng mit den archäologischen Funden: Sie lassen Highlights wie die Moorleiche von Peiting oder den mittelalterlichen Brunnenschacht vom Marienhof lebendig werden und machen die Arbeit der Archäologie selbst erfahrbar.

Museum
Archäologischen Staatssammlung München
exhibition type
Permanent
opening date
April 2024

Our Tasks

Für die neue Dauerausstellung konzipierte, gestaltete und programmierte 2av zehn Digitale Exponate – von der Storyboard-Entwicklung über Grafik- und Interface-Design, Motion Graphics, Film- und Tonbearbeitung bis zur Programmierung, dem Mastering und der Implementierung vor Ort. Den Auftakt und Abschluss des Rundgangs bildet die Schriftprojektion »Was übrig bleibt« im Treppenhaus, die Besucherinnen und Besucher auf die zentrale Frage der Archäologie einstimmt: Was bleibt von uns?

In den Themenräumen begleiten die Digitalen Exponate die Originalfunde auf ganz unterschiedliche Weise: Ein Vexierspiel lädt ein, die Maskenfibel von Knetzberg spielerisch zu entschlüsseln; eine Klanginstallation eröffnet den Raum »Zeit und Kosmos« atmosphärisch; im Lichthof erschließt eine interaktive Station den spektakulären Brunnenschacht vom Marienhof, flankiert von einer Videostation zu aktuellen Grabungen in Bayern. Im Forschungsraum lässt sich die Blockbergung von Otzing interaktiv nachvollziehen, Hörstationen erzählen im Raum »Geschichten« von Menschen hinter den Funden, und im Raum »Tod« widmen sich zwei Stationen der Moorleiche von Peiting und den Bestattungsformen. Den Abschluss bildet die interaktive Projektion »Kochen« im Raum »Leben«: Auf einer bespielten Herdstelle bereiten Besucherinnen und Besucher Rezepte vergangener Epochen zu – von der Jungsteinzeit bis zu den Nomaden. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit den Kuratorinnen und Kuratoren der Staatssammlung sowie dem Gestaltungsteam von ATELIER BRÜCKNER; die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit dem Partnerbüro 17K.

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